Warum wird eine Gaskartusche kalt, wenn der Kocher läuft?

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Foto: Jim Morrison

Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Gaskartusche schnell kalt wird, wenn man den Kocher laufen hat? Das liegt an einem Phänomen, das sich im Inneren der Gaskartusche abspielt, wenn das Gas ausströmt. Der Brennstoff innerhalb der Kartusche steht unter hohem Druck, deshalb befindet sich ein Großteil in flüssigem Zustand. Nur ein kleiner Teil schwebt als Gas über der Flüssigkeit. Wenn ihr eine Gaskartusche schüttelt, könnt ihr das deutlich hören.

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Foto: On Location Co

Wenn man den Kocher benutzt, entweicht Gas aus der Kartusche. Der Raum, den es eingenommen, wird durch neues Gas ersetzt. Dieses wiederum entsteht durch Verdampfen des flüssigen Gases. Für diesen Vorgang wird viel Wärme (energie) benötigt und diese Wärme muss irgendwo herkommen. Wenn der Kocher nur langsam vor sich hin köchelt, zieht die Kartusche sich die Wärme aus der Umgebungsluft und kühlt deshalb nur unwesentlich ab. Läuft er hingegen auf voller Power, kann die Wärme der Umgebungsluft nicht schnell in die Kartusche strömen. In diesem Fall kommt die Wärmeenergie direkt aus dem flüssigen Gas in Inneren und die Kartusche selbst kühlt unweigerlich ab. Unter bestimmten Bedingungen kann sich sogar Frost auf der Außenseite bilden.

So einfach ist das!